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Wer im Internet nach der
MOB Montreux-Berner Oberland-Bahn sucht, landet unweigerlich auf den Seiten
des GoldenPass Services.
Als wir 1996 die Bahnen besuchten gehörten fünf Bahnen
zur Groupe MOB:


MOB Compagnie du chemin de fer Montreux - Oberland bernois
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Es begann 1901, am 17. Dezember 1901 wurde der 10,9 km lange Streckenabschnitt
der 1000 mm Schmalspurbahn von Montreux
über Chernex und Chamby hinauf nach Les Avants eröffnet.
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Der Name der Bahn, Compagnie du chemin de fer
Montreux - Oberland
bernois (MOB), verrät es:
sie verbindet
die Kantone Waadt/Vaud und das Berner Oberland.
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In mehreren Etappen wurde die 62,4 km lange Strecke errichtet und am 6. Juli 1905 Zweisimmen
erreicht, der Anschluß an die Bahnen des Berner Oberland war damit hergestellt.
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mehr
über das Berner Oberland
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Mit der 1912 eröffneten Zweigstrecke nach Lenk ist die
Strecke der MOB insgesamt 75,3 km lang. Die maximale Neigung beträgt 7,3% und der minimale
Kurvenradius 47 m. Von Anfang an wurde
die Strecke elektrisch mit Gleichstrom 900 V betrieben.
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Wer
mehr Daten der MOB sucht: "Rail-Info Schweiz" hat sie!
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Unterwegs mit der MOB
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In Les Avants, der Endstation des ersten Bauabschnittes und
gleichzeitig der letzte größere Bahnhof vor dem Tunnel unter dem Col
de Jaman beginnen auch unsere Ausflüge mit der MOB.
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Sie bringt uns in
langgezogenen Serpentinen mit herrlichen Aussichten hinunter an
den Genfer See (Bahnhofshöhe Montreux 395 m)...
Die
verkehrsreiche Strecke oberhalb von Montreux besitzt viele Kreuzungsstellen.
Das braucht sie auch, denn der Bahnhof Montreux wurde gerade komplett
umgestaltet und der Fahrplan funktionierte nach der Devise: erst ein Zug raus,
dann wieder einer rein. (Foto 1996)
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...aber auch durch den Tunnel in 1112 m Höhe
ins obere Greyezerland und weiter durch das Pays d'Enhaut und das Saanenland bis ins Obere Simmental.
Der von der Bahn überwundene Gebirgszug gehört zur Hauptwasserscheide
zwischen Rhône und Rhein.
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Gstaad
hat nur einen kleinen Bahnhof (im Foto im Hintergrund), mehr braucht man für
die exklusive Gästeschar sicher nicht. Bei der Weiterfahrt bietet sich dem
Fahrgast der MOB ein kurzer, zum Glück kostenloser Blick in den fast leeren
Center Court. Es war nur ein Vorrundenspiel der Swiss Open, außerdem hat R.
Federer ausgelassen! (Foto 2005)
In
großem Bogen wird Gstaad umfahren und der neuerliche Aufstieg beginnt. Bei
Saanenmöser erreicht die Strecke ihren Scheitelpunkt (1274 m) und der
Abstieg nach Zweisimmen (941 m) beginnt. Der Doppeltriebwagen ABDe 8/8 vor dem Regionalzug bei
Saanenmöser. (Foto 2005)
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Eine Ge 4/4 (Baujahr 1994, 2400 kW, Vmax 100 km/h) im
Bahnhof Zweisimmen neben einer GDe 4/4 (Baujahr 1983, 1053 kW, Vmax 90
km/h). Im Hintergrund stehen Wagen der normalspurigen BLS im alten Farbschema. (Foto 1996)Die
leicht modifizierte Lok GDe 4/4 6003 stellte am 3.
November 1983 mit 110 km/h den Geschwindigkeitsrekord für
Schmalspurlokomotiven in der Schweiz auf. |
Immer wieder treffen wir "Ihn", den
"Crystal-Panoramic-Express" in den Farben blau/elfenbein mit den goldenen Buchstaben
MOB. Er ist unterwegs mit einer GDe 4/4.
Seit 1976 verkehren Panorama-Expreß-Züge mit den
legendären von den MOB-Eisenbahnern gebauten Aussichtswagen. 1985 folgte der "Super-Panoramic-Express" und
1993 der "Crystal-Panoramic-Express".
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Heute verkehrt er
als GoldenPass Panoramic und sein Aussehen entspricht dem der anderen beiden Partner
auf der GoldenPassLine Montreux - Zweisimmen - Interlaken-Ost - Luzern. Als
Triebfahrzeug kommt eine Ge 4/4 zum Einsatz.
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1931 verkehrte zwischen Montreux und Zweisimmen kurzzeitig der
"Golden Mountain-Pullmann Express" mit den bekannten vier
Pullmann-Wagen auf der MOB.
Auf dem Foto (Zweisimmen, Sommer 2005) ist ein derartiger Wagen in einem Regelzug hinter dem Doppeltriebwagen ABDe 8/8 Nr.
4001, Baujahr 1968, eingestellt.
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Die Zweiglinie nach Lenk
Die 12,9 km lange Linie von Zweisimmen nach Lenk durch das obere Simmental wurde
am 8. Juni 1912 eröffnet. Sie folgt bei nur geringen Steigungen im wesentlichen
dem Flußlauf. Am 14. Juni 1975 vorübergehend stillgelegt präsentiert sie
sich nach grundlegender Erneuerung/Instandsetzung seit 30. September 1979 als
moderne und leistungsfähige Eisenbahnlinie.
Die Beförderungsleistungen erbringen 80 km/h schnelle
Pendelzüge bestehend aus BDe 4/4 (Baujahr 1976 und 1979, 448 kW) mit Steuerwagen ABt
und gegebenenfalls einem weiteren zwischengekuppelten modernen Personenwagen
mit Steuerleitungen.
Typische
Zugzusammenstellung im Bahnhof Lenk (2005), bald ist sie nur noch Geschichte.
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Im Sommer 2005 war auf der Talstrecke
Zweisimmen-Lenk ein neues Fahrzeug unterwegs:
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Es handelt sich um einen
dreiteiligen Pendelzug im Design des GoldenPass Services. Die tolle
Farbgestaltung begeistert sogar einen eher auf historischen Farben
stehenden Betrachter wie mich. Die Seiten des Zuges tragen die Schriftzüge
"Simmental" und "Saanenland". Damit ist auch
schon das Einsatzgebiet des Zuges benannt.
Am 29. Mai 2004 wurde der erste einer geplanten Serie von
neuen Pendelzügen eingeweiht. Der Mittelwagen ist der ehemalige Be 4/4
Nr. 5003, Baujahr 1979. Seine Führerstände wurden entfernt, gekoppelt
ist der total umgebaute 5003 mit den von R&J gelieferten
Niederflursteuerwagen ABt 343 und Bt 243. |
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Am
8. Juni 1912 wurde die meterspurige Linie Zweisimmen - Lenk
eröffnet. 1975 sollte diese Strecke in eine normalspurige
Verlängerung der Eisenbahnlinie Spiez - Erlenbach - Zweisimmen
umgebaut werden.
Es stellte sich allerdings als kostengünstiger
heraus, diese Zweiglinie der MOB als Meterspurlinie zu restaurieren
und so feiert man vom 8. bis 10. Juni 2012 "100 Jahre MOB in
Lenk im Simmental".
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Die vier Gipfelstürmer von Montreux - Vevey
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Im Norden und Osten sind die Städte Montreux und Vevey von vier Gipfeln
umgeben, die man auf dem Schienenweg erreichen kann. Auf zwei Gipfel führen Standseilbahnen, die anderen beiden werden durch Zahnradbahnen erschlossen.
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Die anderen zwei Gipfel werden von Zügen mittels Zahnstange bezwungen.


Die Zahnradbahn zum Rochers de Naye
Bevor die Zahnradbahn dran ist, noch ein paar Informationen über eine weitere Standseilbahn:
Von Territet
am Genfersee hinauf nach Glion wurde 1883 die Chemin de fer funiculaire
Territet - Glion (TG) eröffnet. Sie war bis 1975 eine Bahn mit
Wasserballastantrieb und bei ihrer Inbetriebnahme
mit einer Steigung von 57 % die steilste Standseilbahn. Bei 640 m
Streckenlänge überwindet sie 300 Höhenmeter.
Diese Standseilbahn ist ein erster Schritt auf dem Weg auf den Gipfel des
Rochers de Naye.
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Gipfelstation unterhalb des Rochers de Naye
Von der Wagenhalle führt ein Tunnel durch den Berg
zum Restaurant "Plein
Roc" in der Felswand
mit bester Aussicht auf den Genfer See
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Am 27. Juli 1892 wurde die Chemin de fer Glion - Rochers
de Naye (GN), eine Zahnradbahn nach System Abt mit 800 mm
Spurweite in Betrieb genommen.
Die Strecke ist 7,7 km lang, hat eine
maximale Steigung von 22 % und führt von Glion (689 m) über Caux bis zur
Gipfelstation (1970 m) am Rochers de Naye (2045 m).
Der Gipfel bietet eine der schönsten Rundsichten auf Genfer See, die
Schweizer und Französischen Alpen und das Mittelland.
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| Wer bequem hinauf nach Glion und weiter auf den Rochers de
Naye reisen wollte, hatte aber anfangs keine Alternative zu der oben
erwähnten Standseilbahn Territet-Glion.
Erst 1909 wurde die elektrisch betriebene Zahnradbahn Chemin de fer
Montreux - Glion (MGl) von Montreux nach Glion (2,9 km)
fertiggestellt. Der Bahnhof Montreux ist seitdem ein Bahnhof mit drei
Spurweiten auf engstem Raum. |

Bahnhofsumbau bei laufendem Eisenbahnbetrieb,
eine Herausforderung für
Bahner und Touristen (1996).
Doppeltriebwagen Bhe 4/8 Nr. 301 (Baujahr 1983)
Triebwagen Bhe 2/4 aus dem Jahr 1938
vor der "Säulenhalle" steht ein MOB-Zug.
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In Caux am Wasserbehälter steht der Sonderzug mit der Dampflok H 2/3
Baujahr 1992,
daneben einer der drei Bhe 4/8 aus dem Jahr 1983
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Die Vorstellwagen konnten jetzt von Montreux bis zum Rochers
de Naye verkehren, allerdings mußten die HGe 2/2 der MGI in Glion an
Dampflokomotiven der GN übergeben. Erst mit der Elektrifizierung der GN
1938 (Gleichstrom 850 V) gab es "echte" durchgehende
Züge.
Es dauerte aber bis 1987, daß die beiden Gesellschaften zur Chemin
de fer de Montreux - Glion - Rochers de Naye (MGN) fusionierten.
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Und noch einmal fünf Jahre später (1992) wurden die historisch eng
verbundenen Bahnen MGN und TG zur Chemin de fer Montreux - Territet -
Glion - Rochers de Naye (MTGN) zusammengeschlossen und bezeichnen
sich heute als Chemins de fer des Rochers de Naye. |
| Die GN beschaffte für den Verkehr zwischen Glion
und dem Rochers de Naye zwischen 1891 und 1909 acht Dampflokomotiven. Lok
Nr. 4, eine kohlebefeuerte Dampflokomotive H 2/3 mit 230 PS aus dem ersten
Lieferlos von SLM ist heute noch betriebsfähig. Über den Umweg
Monte-Generosa-Bahn (1941) kam sie 1962 zur Brienz Rothorn Bahn, wo sie als
Lok 1II im Einsatz ist. |
1992 lebte das Dampfzeitalter am
Rochers de Naye
neu auf. Die Dampflokomotive MGN 1 wurde gemeinsam mit je einer Lokomotive für
die Brienz Rothorn Bahn (Lok 12) und die Schafbergbahn am Wolfgangsee (999.201) von SLM gebaut.
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Dampflokomotive MGN 1
"ROCHERS DE NAYE"
H 2/3
300 kW
Leichtölfeuerung
Baujahr 1992
Hersteller SLM |
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Sie wurde mit Belle-Epoque-Vorstellwagen zwischen Glion bzw.
Caux und Rochers de Naye für Sonderfahrten eingesetzt.
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Der Erfolg war sicher nicht so berauschend, der
Rochers de Naye ist ja nicht das Dampfeldorado der Schweiz. Deshalb hat die
Lok MGN 1 seit 2005 ein neues Zuhause: sie fährt als Lok 16 auf der Brienz
Rothorn Bahn.
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mehr
darüber  |
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Von Vevey hinauf nach Les Pléiades
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Von Vevey über St. Légier und Blonay nach Chamby an der
MOB-Linie Montreux - Zweisimmen existiert seit 1902 eine meterspurige
elektrische Schmalspurbahn, die Chemin de fer éléctriques Veveysans (CEV).
Von St. Légier nach Châtel St. Denis führte außerdem zwischen 1904
und 1969 eine Zweigstrecke und ermöglichte den Anschluß an das
Schmalspurnetz des Greyezer Landes rund um die Stadt Bulle. |
| 1911 wurde von Blonay hinauf nach Les Pléiades eine
Zahnradbahn eröffnet und damit ein wunderschöner Aussichtsberg und Wanderparadies erschlossen.
Heute verkehren auf der Strecke Vevey - Blonay - Les Pléiades
durchgehende Züge im kombinierten Adhäsions-/Zahnrad-Betrieb. |

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Die Museumseisenbahn Blonay-Chamby
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Die CEV legte 1966 die 3 km lange Verbindungsstrecke von Blonay - Chamby
still.
Diese Strecke wurde jedoch nicht abgebrochen, sondern wird seit
1968 von derChemin de Fer-Musée Blonay-Chamby (BC) zur Durchführung historischer Eisenbahnverkehre
genutzt.
Das Museum mit einer interessanten Fahrzeugsammlung befindet sich in
Chaulin. |
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letzte Änderung: 15.02.06 05.03.12
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